Fragen zum AMI

Fragen zum AMI: Was ist der Unterschied zwischen BMI und AMI?

Der Body Mass Index (BMI) stellt das Verhältnis der Körpermasse  [kg] zum Quadrat der Körpergröße [m2] dar, mit der Einheit [kg/m2]. Die Idee dazu stammt vom belgischen Mathematiker und Astronom Adolphe Quetelet. Er veröffentlichte 1870 eine Schrift mit Kennzahlen zur statistischen Beschreibung von Menschen. Mit dem Ernährungsstatus oder der Energiebilanz eines Menschen hatte dies nichts zu tun.

In den 1970-er Jahren entschied die WHO, den BMI zur groben Einteilung des Ernährungsstatus von Menschen zu benutzen. Aber: Niemand ist ein Quadrat! Das wusste schon Leonardo da Vinci.

Der Area Mass Index (AMI) verwendet die tatsächliche Oberfläche eines Menschen und nicht das Quadrat der Körpergröße. Energetisch gesehen sorgen Muskeln und innere Organe für die Erzeugung von Wärme, während über die Oberfläche laufend Wärme an die Umgebung abfließt.

Der AMI kennzeichnet insofern das Verhältnis von Wärmeerzeugung zur Wärmeabgabe und gestattet so eine zutreffende Beurteilung der Energiebilanz und des Ernährungsstatus eines Menschen.

Fragen zum AMI: Warum stimmt die Berechnung des Grundumsatzes nicht?

Der Grundumsatz (GU) eines Menschen stellt diejenige Energiemenge dar, die ein Mensch in Ruhe pro Tag zur Aufrechterhaltung des Lebens benötigt.

Die herkömmliche Berechnung verwendet ältere Näherungsformeln auf Basis von Körpermasse [kg],  Körpergröße [m] und Alter [a] wie z.B. die Formeln von Harris+Benedict (1918) oder von Mifflin et al. (1990). Diese berücksichtigen weder die Körperzusammensetzung noch die Oberfläche. Sie unterschätzen daher den Energiebedarf schlanker muskulöser Typen und überschätzen den Energiebedarf gedrungener muskelarmer Typen.

Denn schlanke Menschen haben eine größere spezifische Oberfläche (= mehr Oberfläche pro kg Körpermasse) sowie weniger Unterhautfett (= schlechtere Isolierung) und geben deshalb mehr Wärme an die Umgebung ab. Die gedrungeneren Typen haben eine kleinere spezifische Oberfläche (= weniger Oberfläche pro kg Körpermasse) sowie mehr Unterhautfett (= bessere Isolierung) und geben deshalb weniger Wärme an die Umgebung ab. Dies berücksichtigen die innovative AMI 2.0-Formel und der AMI-Performance Index. Die Grundumsatzformeln hingegen kommen bei gleicher Körpermasse, Körpergröße und Alter immer zum selben Ergebnis, unabhängig von Statur und Körperzusammensetzung.

Fragen zum AMI: Wie kann ich dauerhaft abnehmen?

Beim gesunden Menschen entscheidet immer die langfristige Energiebilanz über das Abnehmen. Denn Übergewicht ist die Folge von Energieüberschuss. Zu viel Energiezufuhr aus Lebensmitteln bei gleichzeitig zu wenig Wärmeabgabe und zu wenig Bewegung sorgt für die Entstehung von Fettdepots. Übergewicht entsteht zuerst relativ langsam, dann aber immer schneller. Denn irgendwann ist ein „Break Even Point“ erreicht: Ab einem bestimmten Übergewicht geht die Zunahme immer schneller!

Dies erklärt die AMI 2.0-Formel so: Wenn man zunimmt, sinkt die Wärmeabgabe an die Umgebung, weil die spezifische Körperoberfläche (= Körperoberfläche pro kg) kleiner wird und weil Unterhautfett besser isoliert.

Ein gutes Beispiel für diesen typischen Effekt bei Säugetieren ist die Robbe, die eine geringe spezifische Körperoberfläche und gleichzeitig viel Unterhautfett aufweist und deshalb nur sehr wenig Wärme an die Umgebung abgibt.

Die nachfolgende Grafik zeigt die wissenschaftliche Begründung:

Erfolgreich abnehmen bedeutet mittel- und langfristig diese Effekte umzukehren. Wer z.B. 10 kg Übergewicht im Lauf von vielen Jahren angefuttert hat, kann nicht innerhalb von drei Monaten ebensoviel auf Dauer abnehmen. Wir empfehlen statt Radikalkuren eine in Maßen geringere Energieaufnahme aus Lebensmitteln bei maßvoller Steigerung der sportlichen Aktivitäten, und das über einen längeren Zeitraum, z.B. über ein ganzes Jahr. Die Energiebilanz muss dauerhaft negativ sein, dann klappt´s auch! Ist der „Break Even Point“ nach einiger Zeit wieder unterschritten, kann die Lebensmittelzufuhr wieder maßvoll gesteigert werden.

Fragen zum AMI: Woher kommt der Jo-Jo-Effekt?

Der Jo-Jo-Effekt: Eine Frau (30 Jahre alt, 1,70 m groß, 80 kg Körpergewicht bei 40 % Fettanteil) nimmt in kurzer Zeit um 10 kg ab. Sie benutzt dazu Nahrungsergänzungsmittel wie z.B. Fettbinder oder Ballaststoffpräparate. Nach diesem Erfolg isst sie wieder „normal“ und nimmt schnell wieder zu.

Die AMI 2.0-Formel liefert die Erklärung:

Mit 70 kg bei 30 % Fettanteil liegt diese Frau noch oberhalb des „Break Even Point„. Wenn sie wieder „normal“ isst und trinkt sowie auf Nahrungsergänzungsmittel (Fettbinder, Ballaststoffpräparate) verzichtet, führt sie mehr Energie zu als sie laut AMI 2.0-Formel benötigt – also nimmt sie wieder zu. Zur Vermeidung empfehlen wir eine langsamere Abnahme z.B. innerhalb eines halben oder ganzen Jahres, bis zur Unterschreitung des „Break-Even-Points“. Erst dann kann die Energieaufnahme durch Lebensmittel wieder maßvoll gesteigert werden.

Fragen zum AMI: Warum bleiben Schlanke eher schlank?

Schlanke haben eine größere spezifische Körperoberfläche (= mehr Oberfläche pro kg) und gleichzeitig weniger Unterhautfett als korpulentere Menschen. Deshalb geben sie sehr viel Wärme an die Umgebung ab.

Ein gutes Beispiel aus dem Reich der Säugetiere ist die Haselmaus: Sehr große Körperoberfläche pro kg und sehr wenig Unterhautfett. Die Mäuse erhalten ihre Körpertemperatur durch ständiges Futtern oder durch Kuscheln im warmen Nest. Ideal ist natürlich Futtern und Kuscheln gleichzeitig – so wie die Mäuse im Brot!

Die AMI 2.0-Formel liefert dazu die Erklärung:

Schlanke Menschen liegen unterhalb des Break-Even-Punkts. Sie brauchen auch in Ruhe mehr Energie aus Lebensmitteln als die Grundumsatzformeln berechnen. Deshalb können sie essen wie der sprichwörtliche Scheunendrescher! Tun sie das nicht, beginnen sie zu frieren.

Aber Vorsicht: Bei länger andauernder Unterversorgung mit Nahrungsenergie nehmen schlanke Typen zu sehr ab! In extremen Fällen schützt sich der Körper gegen Auskühlung durch zunehmenden Haarwuchs auf Armen und Beinen. Krankhaft untergewichtige Menschen gehören unbedingt in ärztliche Behandlung!

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