Heat Performance Index

Der Heat Performance Index (HPI)

Der Heat Performanxce Index (HPI) erlaubt eine Aussage über die Fähigkeit eines Menschen zur Wärmeabgabe an die Umgebung, abhängig von der individuellen Oberfläche und Körperzusammensetzung.

Die Formel zur Berechnung des HPI ist NICHT veröffentlicht.
Anhand einer Vergleichsskala erfolgt die Einordnung eines Menschen in fünf Gruppen:

Heat Performance Index der fünf Gruppen

Ultra Low Performer: HPI kleiner als 6

Sehr geringe mittlere Wärmeabgabe an die Umgebung wegen des sehr hohen Fett- und sehr niedrigen Muskelanteils

Low Performer: HPI von 6 bis 10

Geringe mittlere Wärmeabgabe an die Umgebung wegen des hohen Fett- und niedrigen Muskelanteils

Ideal Performer: HPI von 10 bis 15

Ideale mittlere Wärmeabgabe an die Umgebung wegen des Fett- und Muskelanteils im Idealbereich

High Performer: HPI von 15 bis 20

Hohe mittlere Wärmeabgabe an die Umgebung wegen des niedrigen Fett- und hohen Muskelanteils

Ultra High Performer: HPI größer als 20

Sehr hohe mittlere Wärmeabgabe an die Umgebung wegen des sehr niedrigen Fett- und sehr hoher Muskelanteils

Anna, Bibi und Clara – gleich alt, gleich groß und gleich schwer

ABER: unterschiedliche Muskel- und Fettanteile

 

Anna

1,70 m / 75 kg / 30 Jahre

Muskel 28 % / Fett 34 %

Wärmeleistung: 63 Watt
HPI: 7,2
» Low Performer

Bibi

1,70 m / 75 kg / 30 Jahre

Muskel 36 % / Fett 24 %

Wärmeleistung: 71 Watt
HPI: 10,2
» Ideal Performer

Clara

1,70 m / 75 kg / 30 Jahre

Muskel 44 % / Fett 14 %

Wärmeleistung: 83 Watt
HPI: 17,4
» High Performer

Anna, Bibi und Clara unterscheiden sich deutlich hinsichtlich ihrer Wärmeabgabe an die Umgebung.

  • Anna hat nur eine geringe Wärmeleistung und gehört deshalb zur Gruppe der „Low Performer“.
  • Bibi liegt mit ihrer Wärmeleistung im idealen Mittelfeld: „Ideal Performer“.
  • Clara gibt wegen ihres hohen Muskel- und geringen Fettanteils viel Wärme: „High Performer“.

Die herkömmlichen Grundumsatzformeln ergeben jedoch für die drei Frauen denselben Wert und weisen deshalb  offensichtlich Fehler auf!

Unterschiede der fünf Gruppen im HPI

Die fünf Gruppen unterscheiden sich grundsätzlich in ihrer Thermodynamik.

Ultra Low Performer haben eine sehr kleine spezifische Körperoberfläche mit sehr geringem Muskel- und sehr hohem Fettanteil. Deshalb geben sie sehr wenig Wärme an die Umgebung ab und schwitzen sehr viel. Ultra Low Performer nehmen daher schon zu, wenn sie die Sahnetorte nur anschauen! Die Grundumsatzformeln führen hier zu groben Fehlern!

Low Performer haben eine kleine spezifische Körperoberfläche mit geringem Muskel- und hohem Fettanteil. Deshalb geben sie wenig Wärme an die Umgebung ab und schwitzen viel. Sie nehmen weiter zu, selbst wenn sie „ganz normal“ essen und trinken. Die herkömmlichen Grundumsatzformeln überschätzen bei dieser Gruppe den Energiebedarf!

Ideal Performer haben eine mittlere spezifische Körperoberfläche mit idealem Muskel- und Fettanteil. Deshalb geben Ideal Performer genügend Wärme an die Umgebung ab und schwitzen eher wenig. Ideal Performer befinden sich im  idealen Gleichgewicht zwischen der Energieaufnahme durch Lebensmittel und der Energieabgabe in Form von Wärme.

High Performer haben eine große spezifische Körperoberfläche mit höherem Muskel und geringerem Fettanteil. Deshalb geben sie viel Wärme an die Umgebung ab und kühlen leichter aus. High Performer können mehr essen als „normal“ und nehmen trotzdem kaum zu. Die traditionellen Grundumsatzformeln unterschätzen den Energiebedarf dieser Gruppe!

Ultra High Performer haben eine sehr große spezifische Körperoberfläche mit sehr hohem Muskel- und sehr geringem Fettanteil. Deshalb geben sie sehr viel Wärme an die Umgebung ab und kühlen sehr leicht aus. Sie können sprichwörtlich „Essen wie ein Scheunendrescher“, nehmen aber nicht zu. Die Grundumsatzformeln führen hier zu groben Fehlern!

Individuelle Energiebilanz und Heat Performance Index

Zur Berechnung der individuellen Energiebilanz und des HPI sind folgende Daten erforderlich:
– das Geschlecht
– die Körpermasse in Kilogramm
– die Körpergröße in Meter
– das Alter in Jahren
– die Körperzusammensetzung in Prozent (Fett-, Muskel-, Wasseranteil)

Dabei muss die Körperzusammensetzung mit Hilfe einer handelsüblichen BIA-Körperwaage1) analysiert werden.

Zusätzlich sind folgende Angaben über die sportliche Betätigung wichtig:
– Sportart(en)
– sportliche Intensität (Leistungsklasse)
– Mittlerer Zeitaufwand pro Woche in Stunden

Mit Hilfe der genannten Daten berechnen wir folgende Kenngrößen:
– Area Mass Index in kg/m2
– Absolute Körperoberfläche in m2
– Spezifische Körperoberfläche in cm2/kg
– Mittlere Wärmeleistung in Watt
– Mittlere Wärmeabgabe pro Tag in kJ/d
– Mittlere erforderliche Lebensmittelzufuhr pro Tag in kJ/d und
– Heat Performance Index mit Gruppeneinteilung.

Zusätzlich kann auch die erforderliche Lebensmittelzufuhr pro Tag zur mittelfristigen Erreichung eines höheren oder niedrigeren „Wunschgewichts“ bestimmt werden.

Hier geht´s zur Berechnung ihres AMI, der Körperoberfläche und des HPI!

Ein Anfrageformular zur Erstellung ihrer persönlichen Energiebilanz auf Basis der AMI-2.0-Formel ist in Vorbereitung.

Für Anfragen nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.

1) Die Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) dient der Messung der Körperzusammensetzung eines Menschen. Mit einem schwachen Wechselstrom wird der Widerstand (Impedanz) zwischen zwei Elektroden gemessen, die mit Füßen und Händen berührt werden.